Haftung von Paketdiensten
BGH Urteil vom 03.07.2008 (I ZR 183/06)
Die Haftungsabwägung nach § 254 BGB und § 425 II HGB darf, auch soweit die Haftung eines Paketbeförderungsdienstes in Rede steht, nicht schematisch erfolgen, sondern muss alle festgestellten Umstände des Einzelfalls berücksichtigen. Dabei darf das einem Versender anzulastende Verschulden nach § 254 I BGB nicht grds. schwerer gewichtet werden als das einem Versender anzulastende Verschulden nach § 254 II BGB. Die Abwägung muss auch bei gerigernen Paketwerten im Blick haben, dass sie bei hohen Werten nicht zu unangemessenen Ergebnissen führt.
Normenkette: § 425 II HGB, § 254 I und II F BGGB
BGH Urteil vom 03.07.2008 (I ZR 183/06)
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